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+ 38 - 42 | Zwischen Stadt und Web

Publiziert am 01 Sep '05 - um 01:28 unter den Stichworten: Raum, Technologie
Nach Yellow Arrow in New York gibt es nun auch in Aachen einen Versuch, den städtischen Raum und den Cyberspace miteinander zu verknüpfen: dencity.net. Trotz enormem Potenzial fehlt noch einiges, bis daraus ein Boom wird.


dencity.net steht für "den", was nach Angabe der Initianten auf Japanisch soviel wie "elektronisch" heisst, um Dichte, um Stadt und ums Netz.

Konkret funktioniert das so: auf einer interaktiven Karte (derzeit nur von Aachen) sucht man sich einen Ort heraus. Man gibt dem Ort einen Namen, ordnet ihn einer Kategorie zu und gib eine Beschreibung ab - immer noch alles im Internet.

Dann spuckt die Anwendung einen QR-Code aus (das sieht ungefähr aus wie ein Stück Op-Art und funktioniert wie ein Strichcode). In einem einzigen QR-Code können über 4000 Zeichen versteckt sein. Bei dencity.net sind in dem Code sämtliche Angaben verschlüsselt, die man zuvor eingegeben hat.

Den QR-Code druckt man nun aus, begibt sich nach draussen und klebt den Tag an besagten Ort. Passanten fotografieren das Ding mit ihrem Handy und zeigen die Botschaft mitsamt der Karte auf ihrem Display an. Natürlich können die Leser der Botschaft auch Kommentare anbringen. Wie genau das funktioniert ist mir allerdings nicht klar - das Handy gibt es erst als Demoapplikation im Internet. Handys mit der Fähigkeit QR-Codes zu lesen sind in Japan bereits Realität.

Das Projekt erinnert an Yellow Arrows: In New York (seit April 05 auch in Deutschland) kann man sich per Post gelben Kleb-Pfeile schicken lassen. Die Pfeile haben einen individuellen Zeichencode aufgedruckt, zu dem man per Internet einen Kommentar verfassen kann. Passanten, die an einem gelben Pfeil vorbeikommen, schicken den Zeichencode per SMS an eine Nummer und erhalten dafür - ebenfalls per SMS - die kurze Beschreibung zugeschickt.

Während die Interaktionsmöglichkeiten mit dem Raum und seinen Benutzern bei Yellow Arrows noch minimal sind, geht dencity.net mit der Möglichkeit, Einträge Kommentare anzubringen immerhin einen Schritt weiter. Aber das Ganze ist doch noch recht schwerfällig und umständlich.

Am weitesten geht das Projekt Urban Tapestries in London. Allerdings ist (oder vielmehr war - das Projekt ist abgeschlossen) hier auch die Technik relativ anspruchsvoll, arbeitete man doch mit einer Kombination aus Handy und GPS.

Die drei Beispiel zeigen - so bin ich überzeugt -, dass die Verknüpfung von Stadt und Web weiter ein Thema sein wird.


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